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Türen modernisieren

Türen dienen ihrer Grundfunktion nach dazu, den Zugang zu einem Gebäude oder Wohnraum zu ermöglichen oder zu verhindern. Zusätzlich kommen Türen heute weitere Funktionen zu: Sie ermöglichen je nach Bauart Brandschutz, Rauchschutz, Schallschutz und/oder Einbruchschutz.

In einem normalen Wohnhaus unterscheidet man zunächst zwischen Haustür, Zimmertüren und Kellertüren. Die Haustür zeichnet sich dabei gegenüber den Wohnungstüren durch eine höhere Stabilität und eine ausgefeiltere Schließtechnik aus. Der Grund dafür liegt in den unterschiedlichen Funktionen. Zimmertüren sollen in erster Linie Räume gegeneinander abgrenzen und dafür sorgen, dass sich Licht, Lärm oder Gerüche auf einen Raum begrenzen.

Bei einigen Räumen wie Schlafzimmer oder Badezimmer geht es auch um die Wahrung der Privatsphäre, die Wahrscheinlichkeit eines unbefugten Zutritts ist aber grundsätzlich gering. Daher reichen eine relativ geringe Stabilität und einfache Schlösser normalerweise aus. Die Haustür ist dagegen dafür konzipiert, Unbefugten den Zutritt zu versperren, d.h. Einbruch und Diebstahl zu verhindern. Sie sollte daher Gewalteinwirkung widerstehen können und ein Sicherheitsschloss sowie gegebenenfalls zusätzliche Sicherungen aufweisen.

Anschlagtür oder Schiebetür?

Die meisten im Haus verwendeten Türen sind so genannte Anschlagtüren. Der bewegliche Teil, das Türblatt, ist mit Scharnieren am Türrahmen, der so genannten Zarge, befestigt, wodurch sich die Tür entweder nach innen oder nach außen öffnen lässt. Die Türen verfügen zudem über einen Schließmechanismus, bei dem normalerweise ein Riegel in eine Öffnung in der Zarge einrastet. Das Türblatt verfügt entsprechend über eine Klinke oder einen Knauf, mit dem die Tür geöffnet werden kann, teilweise ist dafür ein Schlüssel notwendig. Eine weitere Möglichkeit stellen Drehschlösser dar.

Eine Alternative zu Aufschlagtüren bieten Schiebetüren und Falttüren, die vor allem beim Zugang zur Veranda oder bei wenig Platz im Haus beliebt sind. Schiebetüren und Falttüren sind nicht an Scharnieren, sondern oben und unten an Laufschienen befestigt. Der Vorteil von Schiebetüren besteht darin, dass sie sich zur Seite und damit nicht in einen Raum öffnen, wodurch weniger Platz verbraucht wird als bei einer Aufschlagstür. Sie haben oft auch einen anderen Schließmechanismus. Allerdings sind sie weniger schalldicht als Aufschlagtüren. Falttüren nutzt man auch gern für begehbare Schränke.

Material für die Türherstellung

Bei der Auswahl des Materials sollte man sich nach dem Gebrauchszweck richten. Reine Echtholztüren sind edel, aber aufgrund des hohen Materialpreises selten geworden. Sie sind auch nicht unbedingt erste Wahl für Haushalte mit Haustieren oder Kleinkindern, da Holz nicht sehr kratzfest ist. Häufiger findet man Holzfurnier oder Türen mit lackierten Oberflächen in vielen Farben. Beides ist dekorativ, aber ebenfalls nicht wirklich kratzfest. Wer Wert auf Kratzfestigkeit und geringen Abrieb legt, sollte zu einer Dekor- Oberfläche greifen. Wasser macht dieser Oberfläche nichts aus und auch gegen Kratzer und Abrieb ist sie fast immun.

Gerade Verandatüren werden gerne aus Glas hergestellt, wodurch eine Aussicht auf die Veranda und den Garten möglich wird. Zudem gelangt dadurch sehr viel Licht in den Raum. Natürlich ist dadurch der Raum vor Blicken von außen weniger geschützt und Glas ist prinzipell weniger bruchfest als Holz oder Metall. Allerdings gibt es heute spezielle Sicherheits- Verglasungen und Folien zur Beschichtung der Verglasungen, die das Glas so fest machen, dass sogar gewaltsame Einbruchversuche verhindert werden. Sprechen Sie mit einem Fachmann für Sicherheitstechnik, denn große Scheiben, wie man sie in Glastüren findet, sind sonst ein potenzielles Sicherheitsrisiko.

Haustüren bestehen dagegen vor allem aus Kunststoff oder Metall, manchmal auch teilweise aus Sicherheitsglas. Es muss bei der Gestaltung von Haustüren eine Abwägung von stilistischen Vorlieben und Sicherheiterwägungen stattfinden. Der Sicherheit dienen kann auch ein Türspion, durch den der Haus/Wohnungsbesitzer potentielle Besucher begutachten kann. Die Scharniere und Schlösser sollte man mit zusätzlichen Türsicherungen versehen.

Für den Keller sind Metalltüren (Schiffstüren) eine gute Wahl. Sie bieten gerade in diesem entlegenen Teil des Hauses einen sehr guten Einbruchschutz und erschweren die Ausbreitung von Feuer, wenn es zu einem Brand gekommen ist.

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